Der Vape-Markt in der Schweiz

Wie sich das Dampfen in den letzten zehn Jahren verändert hat

Noch vor zehn Jahren waren Vapes in der Schweiz ein Nischenprodukt. Das Angebot war überschaubar, spezialisierte Fachgeschäfte gab es nur wenige und viele Geräte richteten sich vor allem an erfahrene Dampfer. Heute hat sich das Bild deutlich verändert: Vapes sind im Fachhandel, in Online-Shops und an vielen weiteren Verkaufsstellen angekommen. Gleichzeitig ist der Markt moderner, vielfältiger und professioneller geworden.

Vom Nischenprodukt zum etablierten Markt

Die Entwicklung des Schweizer Vape-Markts verlief in den letzten Jahren sehr dynamisch. Ein wichtiger Wendepunkt war das Bundesverwaltungsgerichtsurteil im Jahr 2018, wodurch nikotinhaltige E-Liquids unter bestimmten Voraussetzungen in der Schweiz in Verkehr gebracht werden konnten. Dadurch erweiterte sich das Angebot deutlich. Produkte wie Nikotinsalz-Liquids, Pod-Systeme und später auch Einweg-Vapes prägten den Markt stark.

Besonders zwischen 2020 und 2023 nahm die Bekanntheit von Vape-Produkten deutlich zu. Einweg-Vapes machten die Kategorie für viele erwachsene Konsumentinnen und Konsumenten einfacher zugänglich und sorgten dafür, dass das Thema Dampfen stärker im Alltag wahrgenommen wurde. Heute verschiebt sich der Markt erneut: Wiederaufladbare Pod-Systeme, offene Systeme und andere Mehrweglösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Auch offizielle Erhebungen zeigen, dass E-Zigaretten in der Schweiz heute deutlich sichtbarer sind als noch vor wenigen Jahren. Der Anteil der Personen, die E-Zigaretten mindestens gelegentlich nutzen, ist gestiegen. Damit haben sich Vapes von einer kleinen Nische zu einer relevanten Produktkategorie im Schweizer Nikotinmarkt entwickelt.

Branchenanalysen gehen davon aus, dass der Schweizer Vape-Markt heute ein beachtliches Umsatzvolumen erreicht hat. Während früher vor allem spezialisierte Fachgeschäfte den Markt prägten, gehören heute auch Online-Shops, Kioske und weitere Verkaufsstellen zu den wichtigen Vertriebskanälen.

Mehr Auswahl – und mehr Verantwortung

Mit dem Wachstum des Marktes sind auch die Anforderungen an Händler, Hersteller und Importeure gestiegen. Themen wie Jugendschutz, Produktsicherheit, korrekte Kennzeichnung und transparente Information spielen heute eine zentrale Rolle.

Für verantwortungsvolle Händler waren diese Punkte jedoch schon lange wichtig. Alterskontrollen, seriöse Beratung und ein bewusster Umgang mit nikotinhaltigen Produkten gehören zu einem professionellen Vape-Handel dazu. Gerade weil Vape-Produkte ausschliesslich für erwachsene Konsumentinnen und Konsumenten bestimmt sind, ist ein konsequenter Jugendschutz entscheidend.

Alle Anbieter sind verpflichtet, die geltenden gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Dazu gehören insbesondere eine zuverlässige Altersprüfung im Verkauf sowie klare Regeln bei Werbung, Produktinformationen und Produktsicherheit. Im Onlinehandel braucht es Systeme, die sicherstellen, dass Bestellungen nicht einfach ohne wirksame Alterskontrolle abgewickelt werden. Bei Abholung im Laden muss das Verkaufspersonal bei Bedarf das Alter anhand eines offiziellen Ausweises prüfen.

Klare Regeln können helfen, den Markt transparenter zu machen und unseriöse Anbieter zurückzudrängen. Gleichzeitig ist wichtig, dass Regulierung praxistauglich bleibt und die Realität des Marktes berücksichtigt. Eine faire Regulierung sollte erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten Zugang zu geprüften Produkten ermöglichen und gleichzeitig Minderjährige wirksam schützen.

Wohin entwickelt sich der Markt?

Die Vape-Branche befindet sich weiterhin im Wandel. Während Einweggeräte den Markt in den vergangenen Jahren stark geprägt haben, rücken heute wiederaufladbare Pod-Systeme und andere Mehrweglösungen stärker in den Vordergrund. Sie bieten eine längere Nutzungsdauer und sprechen viele erwachsene Dampferinnen und Dampfer an, die Wert auf Komfort, Flexibilität und eine grössere Produktauswahl legen.

Auch Nachhaltigkeit wird für die Branche wichtiger. Mehrweglösungen, wiederaufladbare Geräte und nachfüllbare Systeme können dazu beitragen, Ressourcen effizienter zu nutzen und Abfall zu reduzieren. Gleichzeitig bleibt entscheidend, dass Produkte zuverlässig, sicher und einfach verständlich sind.

Parallel dazu entwickelt sich auch die Regulierung weiter. Themen wie Produktsicherheit, Jugendschutz, Nachhaltigkeit und klare Qualitätsstandards werden den Markt in den kommenden Jahren weiterhin prägen. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das mehr Orientierung und mehr Transparenz.

Fest steht: Der Schweizer Vape-Markt hat sich innerhalb eines Jahrzehnts von einer kleinen Nische zu einem bedeutenden Markt entwickelt. Innovation, Fachwissen, bessere Produkte und das Engagement vieler Händler haben diese Entwicklung möglich gemacht. Heute stehen Qualität, Verantwortung und ein professioneller Umgang mit erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten stärker im Mittelpunkt denn je.

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