Einführung

Grundsätzlich gilt: Dampfen ist Genuss, Geschmack und ein bisschen Experimentierfreude. Wer zum ersten Mal an einer E-Zigarette oder einem Dampfgerät zieht, merkt schnell – das Erlebnis ist ganz anders als bei einer herkömmlichen Tabakzigarette.

Zugegeben: Der Einstieg braucht ein wenig Geduld. Vor allem Umsteiger unterschätzen anfangs oft, wie lange oder intensiv ein Zug sein sollte, um das volle Aroma eines Liquids wirklich zu geniessen. Hier hilft nur eines: Ausprobieren statt Grübeln.

Wichtig ist ein gleichmässiger, langsamer Zug – und dann das bewusste, entspannte Ausatmen des Dampfes. Genau darin liegt der eigentliche Reiz: Beim Ausatmen entfaltet sich der Geschmack, die Aromen werden spürbar – und das sorgt für den besonderen Moment.

Anders als bei Tabakzigaretten steht beim Dampfen nicht die Nikotinaufnahme im Vordergrund, sondern das sensorische Erlebnis. Der Spass beginnt dort, wo man das Dampfen als das wahrnimmt, was es sein soll: Eine genussvolle Alternative, die man ganz individuell entdecken kann.

Nikotin – mit Mass und Verantwortung geniessen

Seit einiger Zeit ist der Verkauf von nikotinhaltigen E-Liquids in der Schweiz erlaubt. Dabei sollte jedoch betont werden: Das Dampferlebnis ist nicht zwingend auf Nikotin angewiesen. Viele Aromen entfalten ihren Geschmack auch ganz ohne Nikotin – dennoch möchten viele Umsteiger anfangs nicht auf die Wirkung verzichten.

Wichtig zu wissen: Die Nikotinstärke eines Liquids (z. B. 3 mg/ml oder 12 mg/ml) darf nicht direkt mit der Nikotinangabe auf Zigarettenpackungen verglichen werden. Beim Dampfen wirken andere Faktoren wie Zugdauer, Gerätetyp und Aufnahmeverhalten.

Als Orientierung:

  1. Bis 6 mg/ml: für leichte Raucher oder MTL-Einsteiger

  2. 6–12 mg/ml: für mittelstarke Raucher

  3. 12–18 mg/ml: nur für erfahrene Dampfer mit hoher Toleranz

Nikotinmengen über 10 mg/ml können – vor allem für Einsteiger – bereits sehr intensiv wirken. Werte über 15 mg/ml sind in der Regel nur für erfahrene Dampfer mit entsprechenden Geräten geeignet. Wer eine hohe Nikotindosis sucht, sollte auf milde, sanfte Aromen achten, um den typischen „Throat Hit“ (Kratzen im Hals) angenehm zu halten.

Auch hier gilt: Ausprobieren und sich herantasten. Viele Dampferinnen und Dampfer reduzieren mit der Zeit ganz von selbst ihren Nikotingehalt – manche steigen sogar vollständig auf nikotinfreie Liquids um und geniessen den Dampf nur noch wegen Geschmack und Entspannung.

Gebrauchsfertig oder Selbstwickler – was passt zu Dir?

Das Fertigverdampfer-System ist die einfachste und am weitesten verbreitete Art zu dampfen. Die Handhabung ist unkompliziert: Du musst das Gerät nur gelegentlich reinigen und bei Bedarf den Verdampferkopf (Coil) austauschen. Ideal für Einsteiger oder alle, die bequem und ohne Aufwand dampfen möchten.

Im Gegensatz dazu erfordert das Selbstwickler-System etwas mehr Feingefühl und Erfahrung. Hier wird die Heizspirale (Coil) selbst aus Draht gewickelt und in den Verdampfer eingesetzt. Dabei kommt es auf Präzision bei Wicklung, Spannung und Positionierung an.

Der grosse Vorteil: Du kannst das Heizverhalten individuell anpassen – durch die Wahl des Drahtmaterials, den Durchmesser der Wicklung und die Anzahl der Windungen. So lassen sich Dampfentwicklung, Geschmack und Zugverhalten gezielt optimieren.

Auch bei Selbstwicklern hast Du die Wahl zwischen:

  1. Ohm-Verdampfern (für klassisches MTL-Dampfen)

  2. Sub-Ohm-Verdampfern (für direkte Lungenzüge und grosse Wolken)

Gebrauchsfertige Fertigverdampfer-POD-Systeme

POD Systeme

Pod-Systeme zählen zu den beliebtesten Vape-Geräten – und das aus gutem Grund. Sie vereinen einfache Handhabung mit vielseitigen Möglichkeiten. Die austauschbaren Pods lassen sich blitzschnell wechseln und sind in verschiedenen Nikotinstärken und Geschmacksrichtungen erhältlich.

Besonders gut eignen sie sich für Nikotinsalz-Liquids, da sie eine sanfte und dennoch wirksame Nikotinaufnahme ermöglichen. Ideal für alle, die ein kompaktes, wartungsarmes Gerät für den Alltag suchen – ob Einsteiger oder Umsteiger.

Einweg - Vapes

Einweg-Vapes sind die perfekte Lösung für alle, die unkompliziert und sofort losdampfen möchten. Diese kompakten, gebrauchsfertigen Geräte benötigen kein Aufladen oder Nachfüllen – einfach auspacken und geniessen.

Dank der grossen Auswahl an Aromen – von fruchtig bis frisch – findet jeder Geschmack seinen Platz. Ideal für Einsteiger, Gelegenheitsdampfer oder unterwegs. Einfach, praktisch, sorgenfrei.

Achtung: Es ist wichtig, dass du die Einweg-Vapes korrekt entsorgst. Sie gehören in den Elektroschrott.

Big Puff Hybrids

Big Puff Hybrid-Geräte kombinieren die Vorteile von Einweg-Vapes mit den Features eines wiederaufladbaren Systems. Sie bieten eine höhere Zuganzahl, sind per USB wiederaufladbar und liefern ein intensives Geschmackserlebnis – Zug für Zug.

Mit grosszügigen Tanks und starken Akkus eignen sie sich perfekt für alle, die längere Dampfsessions bevorzugen, dabei aber nicht auf Portabilität und Komfort verzichten möchten.

Verdampfer-Typen / Atomizer

Lungenzug-Verdampfer

Mit einem Lungenzug-Verdampfer wird der Dampf – ähnlich wie bei einer Shisha – direkt in die Lunge inhaliert (Direct-to-Lung / DTL). Diese Art zu dampfen erzeugt grosse Dampfwolken und ein besonders intensives Geschmackserlebnis.

Lungenzug-Verdampfer besitzen grössere Luftöffnungen und bieten dadurch einen geringeren Zugwiderstand – sie sind also deutlich durchlässiger als klassische MTL-Verdampfer (Mouth-to-Lung). Um die dabei entstehenden grösseren Mengen an Liquid zuverlässig zu erhitzen und zu verdampfen, benötigen sie eine höhere Leistung, was durch einen stärkeren Stromfluss aus dem Akku ermöglicht wird.

Dafür kommen sogenannte Sub-Ohm-Coils zum Einsatz. Diese Verdampfer-Spulen haben einen elektrischen Widerstand unter 1 Ohm, meist zwischen 0.25 und 0.5 Ohm – daher der Name Sub-Ohm-Verdampfer.

Wichtig: Sub-Ohm-Dampfen erfordert ein geeignetes Gerät mit regelbarer Leistung und ausreichend Akkukapazität.

Geeignete Liquids für Sub-Ohm

Lungenzug-Verdampfer funktionieren am besten mit zähflüssigen Liquids, also solchen mit einem hohen VG-Anteil (pflanzliches Glycerin). Je höher der VG-Wert, desto mehr Dampf wird erzeugt – allerdings wird der Geschmack etwas weicher und süsser.

Für Lungenzug-Systeme empfiehlt sich ein VG/PG-Verhältnis von mindestens 60/40 – viele nutzen sogar 70/30 oder 80/20.

Backen-Verdampfer (auch MTL- oder Ohm-Verdampfer genannt)

Backen-Verdampfer zeichnen sich durch einen höheren Zugwiderstand aus – ähnlich dem einer klassischen Tabakzigarette oder Pfeife. Beim Dampfen wird der Dampf zunächst in den Mundraum („in die Backen“) gezogen und anschliessend in die Lunge inhaliert. Diese Zugtechnik nennt man MTL – Mouth-to-Lung.

Backenverdampfer haben kleinere Luftzufuhröffnungen und eine präzisere Luftführung, was für ein besonders intensives Geschmackserlebnis sorgt. Aufgrund des geringeren Luftstroms entsteht weniger Dampf, dafür aber dichter und aromatischer.

Geeignete Liquids für MTL-Verdampfer

Da MTL-Verdampfer einen langsamen und gleichmässigen Liquidnachfluss benötigen, eignen sich vor allem dünnflüssige Liquids mit höherem PG-Anteil (Propylenglycol).

Empfohlene Mischverhältnisse:

  1. VG50 / PG50 – das beliebteste Verhältnis für MTL-Systeme

  2. VG60 / PG40 – ebenfalls gut geeignet bei leistungsstärkeren MTL-Geräten

Je höher der PG-Anteil, desto flüssiger ist das Liquid und desto besser funktioniert der Nachfluss in den Verdampferkopf. Natürlich können auch zähflüssigere Liquids (mehr VG) verwendet werden – dabei solltest Du aber zwischen den Zügen eine kurze Pause einlegen, damit sich der Docht wieder vollständig mit Liquid sättigt. So vermeidest Du ein „Trockenlaufen“ des Coils.

Haltbarkeit der Coils

Die Lebensdauer einer Coil hängt von mehreren Faktoren ab – vor allem von der Nutzungsintensität und dem VG/PG-Verhältnis des verwendeten Liquids. Dickflüssigere Liquids mit hohem VG-Anteil (z. B. 70/30) können die Watte schneller zusetzen, während dünnflüssigere Liquids mit höherem PG-Anteil die Coil schonender beanspruchen.

Es lohnt sich, mit verschiedenen Liquids zu experimentieren und dabei eigene Erfahrungswerte zu sammeln. Manche Verdampfer-Systeme reagieren empfindlich auf zähflüssige Liquids und beginnen frühzeitig zu „versotten“ – das heisst: der Docht ist verstopft und es kommt zu verbranntem Geschmack. Andere Systeme kommen mit demselben Verhältnis problemlos klar und halten wesentlich länger. Im Zweifel lohnt sich eine individuelle Beratung im Fachhandel.

Wann sollte eine Coil gewechselt werden?

Ein sicheres Zeichen, dass eine Coil ausgetauscht werden sollte, ist ein verbrannter Geschmack beim Ziehen – auch bekannt als „Dry Hit“. Dieser entsteht, wenn der Docht im Verdampfer nicht mehr genügend Liquid nachzieht und zu verbrennen beginnt.

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